Knuddelfigur-Vielfalt

Tja, so ist das ... Eigentlich sind Knuddel-Figuren doch so süß! Aber da gibt es auch die ganzen Varianten, die Niedlichkeit tatsächlich dazu verwenden, um den Ausdruck von Unschuld und Vertrauenswürdigkeit geradezu ins Gegenteil zu verkehren ... Ist das albern oder gar geschmacklos bei Figuren wie Werner, oder Stewie Griffin (das rüde Baby von Family-Guy)? Albern irgendwie auf eine faszinierende Weise schon, aber sicherlich nicht geschmacklos.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem nun einmal ein Kind nicht nur die vielen "zweiten" Gesichter eines anderen Menschen bemerkt, sondern eben auch an sich selbst immer bewusster wahrnimmt (mehr oder weniger ...). Bei einer gar nicht so unschuldigen, zwiegespaltenen Knuddelfigur sorgt nun die Niedlichkeit aber dafür, dass wir sie trotzdem lustig finden. Speziell in diesen Momenten fassen wir diese Ambivalenz, die wir sonst im Alltag oft als Last empfinden mögen, auch mal mit Leichtigkeit auf. Wir fühlen uns in diesen Momenten erhaben darüber - Und das macht Spass! Zudem kommen uns solche verniedlichten, aber nicht unbedingt vertrauenswürdigen, Witzfiguren vielleicht auch realitätsbezogener vor als eben der Ausdruck strahlendreiner Unschuld. Im Prinzip wird ausgedrückt bei solchen schrägen Knuddelfiguren: Du kannst auch mal fehlerbehaftet sein und wirst trotzdem gemocht - eben so, wie es sich bei solchen Figuren verhält. Wir werden in diesem Moment um eine zweite Last erleichtert: Wir haben das Gefühl, wahrlich nicht immer perfekt sein zu müssen, um gemocht zu werden.
Und unter diesem Aspekt finde ich dann sogar das "eigentlich" Alberne gar nicht mehr soo albern ...
 

Gar nicht so lieb, aber nicht unbedingt weniger sympathisch: Verniedlichte Figuren, die ziemliche Schlingel sind

Niedlichkeit hat eine große Spielwiese mit Varianten von wahrlich süß, lieb, romantisch über verrückt, nobel/edel bis hin zu tiefster Schwarzhumorigkeit und vieles mehr. Alles hat seine Berechtigung und Faszination, je nach Blickwinkel. Viel Spass damit!